Kurzurlaub mit dem Rad in den Alpen: Richtig vorbereitet starten

Kurzurlaub mit dem Rad in den Alpen:
Richtig vorbereitet starten

Radtouren sind relativ beliebt. Seit dem Aufkommen der E-Bikes sind ausgedehnte Mehrtagestouren mit dem Rad auch für Ungeübte gut zu stemmen, was sich wiederum in Kurzurlauben auf zwei Rädern ausweist. Auch in den Alpen warten spannende Touren, die bei Weitem nicht in einer Berg- und Talfahrt enden müssen. In diesem Artikel werden einige Touren vorgestellt und erklärt, worauf es eigentlich bei so einem Urlaub ankommt.

Die Alpen laden zu spannenden Fahrradtouren ein
Wenn keine Ladestation, wie hier am Hochzeiger, in der Nähe ist kann ein Ersatzakku sehr hilfreich sein
Lange Alpenradwege sind in Etappen aufgebaut und so auch für Anfänger geeignet

Welche Touren lohnen sich?

Auch mit dem E-Bike als fahrbarer Untersatz sollte sich die Tour leicht an der eigenen Verfassung orientieren. Die Frage ist bei sehr langen Mehrtagestouren nicht mehr, ob die Beine mitspielen, sondern, ob das Gesäß weiterhin den Sattel verkraftet. Die zweite Frage ist, ob eine einzige Radtour mit Start und Ziel geplant wird, oder aber, ob zwischendurch auf ein Auto oder auf die Bahn zurückgegriffen wird, sodass eine ganze Region mit verschiedenen kürzeren Touren erkunden wird. Optionen gibt es viele:

  • Alpenradwege – durch die Alpen und das Alpenvorland führen unzählige Radwege quer durch die Berge. Durch die Lage der Wege und ihre Überschneidungen lassen sich gut Touren aneinanderhängen oder am nächsten Tag an anderer Stelle wieder aufnehmen. Ein Beispiel könnte die Tour »Maggiatal von Maggie bis Fusio« sein. Auf 85 Kilometern führt die Tagestour von Locarno bis zum Sambucostausee.
  • Mittellang – der Innradweg führt entlang des Inns bis zur Donau. Zwei Drittel der Strecke liegen in den Alpen. Der Innradweg kann im Ganzen gefahren werden, doch sind 255 Kilometer für die meisten Einsteiger recht sportlich. Doch auch Einzelpassagen lassen sich fahren: Gerade für Kurzurlauber sind die Passagen zwischen Innsbruck bis Wasserburg sehr gut zu meistern. Sie führen über Rattenberg, Kufstein und Rosenheim und können natürlich in beiden Richtungen gefahren werden.

Radtouristen sollten vorab schauen, welche Strecke gewünscht wird und welche Einzeletappen es rund um die Alpen gibt. Dabei ist der Blick auf die Höhenmeter mit entscheidend: Es macht einen Unterschied, ob 100 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 20 Metern überwunden werden, oder ob sich auf der Strecke 2.000 Höhenmeter befinden.

Was wird für einen Rad-Kurzurlaub benötigt?

Jegliche Ausstattung hängt von der Art der geplanten Tour ab. Das ist Pflicht, denn natürlich erfordert eine fünftägige Tour über 500 Kilometer mit drei Etappen eine andere Ausstattung als die Kurztour von einhundert Kilometern, die nur vom Start- zum Zielpunkt führt. Kleine Radtouren durch die Alpen, die immer wieder zum Ausgangspunkt zurückführen, sind noch einfacher zu planen, denn sie sind praktisch Ausflüge. Generell gibt es dennoch Überschneidungen:

  • Das Rad – es ist ein gutes Fahrrad oder E-Bike notwendig. Ob es nun neu erworben wird oder ob ein schon vorhandenes Rad die Dienste leisten wird, hängt vom Einzelfall ab. Zum Glück gibt es heute viele professionelle Online-Shops in diesem Bereich. Ältere Räder sollten jedoch fachmännisch vor der Reise geprüft werden, denn Schadstellen können den Urlaub vermiesen und in den Alpen echte Gefahren darstellen.
  • Neukauf – es empfiehlt sich bei einem neuen Rad, vor der Reise ein paar kleinere Touren zu Hause durchzuführen. Nur so lässt sich in Erfahrung bringen, ob der Sattel zum Gesäß passt und wie das Rad möglichst komfortabel eingestellt wird. Umsteiger aufs E-Bike benötigen zudem die Zeit, sich an das neue Gefährt zu gewöhnen.
  • Gepäck – es muss immer für die Tour angemessenes Gepäck mitgenommen werden. Wer Mehrtagestouren, vielleicht sogar mit Übernachtung um Zelt plant, der hat natürlich mehr Gepäck als diejenigen, die von Gaststätte zu Gaststätte radeln oder abends immer wieder in die Pension einkehren.
  • Routenplanung – viele Routen sind gut ausgeschildert. In den Alpen ist es dennoch wichtig, einen echten Wegeplan mitzunehmen und sich die Streckenabschnitte gut zu notieren. Es kann immer mal sein, dass kein Handyempfang herrscht.

Je nach Jahreszeit und Urlaubsauslastung müssen Übernachtungsmöglichkeiten nicht unbedingt gebucht werden. Dennoch ist es sinnvoller, die Übernachtung schon im Vorfeld zu klären. Das Wetter mag eventuell nicht mitspielen und es kommt keine Freude auf, wenn man völlig durchnässt Gasthöfe abfahren muss, nur um ein Bett zu finden.

Was ist sonst noch zu beachten?

Obgleich es niemand hören möchte, so ist eine Radtour durch die Alpen bitte nur mit einem Erste-Hilfe-Köfferchen und Reparaturwerkzeug zu starten. Somit ist es sinnvoll, sich vorab mit der Reparatur von Rädern zu befassen. Viele Radwege durch die Alpen sind recht dicht von Radfahrern und Wanderern besiedelt, doch kann es immer geschehen, dass der Platten mitten im Nirgendwo auftaucht. Für solche Situationen gilt zudem:

  • Verpflegung – leichte Snacks, Süßigkeiten, Obst und Getränke gehören stets ins Fahrradgepäck. Gummibärchen können beispielsweise helfen, wenn der Körper unterzuckert.
  • Regenequipment – wer keine Regenausrüstung hat, der sollte sich wenigstens mit einem Regenponcho behelfen. Die Ponchos kosten nicht viel, passen praktisch in die Hosentasche, schützen aber vor dem Wichtigsten.
  • Kälte – die Notfalldecken aus dem Erste-Hilfe-Kasten bieten sich auch bei sommerlichen Radtouren in den Alpen an. Der Grund verbirgt sich im Gewitter. Wer nass wird, der wird schnell frieren.

Rund um die E-Bikes sind Unterkünfte oder Haltepunkte mit entsprechenden Ladestellen notwendig. Durch das Gewicht des E-Bikes ist es wenig komfortabel, es bei Bergtouren ohne Motorunterstützung den Berg hoch zu wuchten. Mitunter kann auch ein Ersatzakku helfen, alternativ bietet sich ein Akkupack im Gepäck an, wenn dieses dazu in der Lage ist, das E-Bike wieder auf leichte Touren zu bringen.

Fazit – keine Furcht vor den Touren

Lange Alpenradwege sind in Etappen aufgebaut, sodass selbst Einsteiger die Kilometer hinter sich bringen können. Eventuell sollten nur zwischen härteren Etappen zwei statt der einzigen Übernachtung eingeplant werden. Das ist ohnehin praktisch, denn der zusätzliche Tag lässt sich zum Sightseeing und Entspannen nutzen. Kürzere Touren lassen sich hervorragend von einem einzigen Startpunkt aus hintereinander ausprobieren. Wer dies nicht will, der kann natürlich auch auf das Auto oder die Bahn umsteigen und einzelne Punkte gezielt anfahren.

 


Bildquellen:

Bild 1: Bad Feilnbach © Detlev Schmidt
Bild 2: Hochkönig Tourismus GmbH
Bild 3: TVB Krimml © Davin Innerhofer



Das Grächen-Familienabenteuer

Das Grächen-Familienabenteuer

Grächen/St. Niklaus ist eine idyllische Ferienregion im Wallis in der Schweiz, die vor allem für Familienurlaube ideal geeignet ist. Im Sommer können Groß und Klein wandern, Radtouren machen oder sogar in einem Tipi übernachten, im Winter findet man hier auf 44 Pistenkilometern beste Bedingungen für den Wintersport.

SiSu-Familienpark auf der Hannigalp in Grächen
Märchengondel in Grächen im Wallis
Im SiSu Familienpark werden die Kinder vom Grächner Maskottchen SiSu gegrüßt

Ferienwohnung Grächen mieten

Um alle Möglichkeiten, die Grächen für Familien zu bieten hat, bestmöglich zu nutzen, bietet es sich an eine Ferienwohnung in Grächen zu mieten. Ferienwohnungen sind meist preiswerter als Hotels, besonders, wenn man mit der ganzen Familie reist, und bieten ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten. Hier kann man morgens gemütlich frühstücken, um sich für neue Abenteuer zu stärken und abends einen Spieleabend veranstalten, um den Tag ausklingen zu lassen. Viele Ferienwohnungen in Grächen verfügen über einen Garten oder Balkon, sodass man die Seele baumeln und das zumeist schöne Wetter genießen kann.

Abenteuer in Grächen für die ganze Familie

Grächen bietet zahlreiche Aktivitäten, so dass die ganze Familie bei jedem Wetter auf ihre Kosten kommt. Das macht die Region zu einer der Top-Familiendestinationen in der schönen Schweiz.

SiSu-Familienpark

Der SiSu-Familienpark auf der Hannigalp ist mit seinen mehr als 50.000 Quadratmetern der größte und schönste Familienpark der Schweiz und bietet im Sommer und im Winter ein abwechslungsreiches Programm. Im Sommer reicht die Erlebniswelt von Wasserspielen, über einen Klettergarten und ein Spinnennetz, sowie einen Streichelzoo für die Kleinsten. Ein besonderes Highlight ist auch die Tubebahn, über die es im Sommer, wie auch im Winter mit einem Luftreifen rasant den Hügel hinab geht.

Im Winter können Kinder hier ganz leicht Skifahren lernen. Dafür wurden eigens Kinderskilifte installiert und es gibt zahlreiche Anfängerpisten. Kinder, die noch nicht groß genug sind, um auf Skiern zu stehen, können sich im Schnee-Karussell oder im Märchen-Iglu-Kino vergnügen.

Robi’s Waldspielpark

Robi’s Waldspielpark ist in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt für Familien. Auf 2.000 Quadratmetern warten hier Rutschen, Karussell, Spielgeräte und verschiedene Kinderwelten darauf, entdeckt zu werden. Für die älteren Gäste steht eine Minigolfanlage zur Verfügung. Grillstellen laden zum Picknick ein und wer keine Verpflegung dabei hat, kann sich am Kiosk mit Getränken, Kuchen und Pommes eindecken.

Indianerdorf mit Tipi-Übernachtung

Beim Indianer-Fort auf der Hannigalp gibt es eine Urlaubserfahrung der anderen Art. Hier lernen Kinder und Jugendliche Spuren zu suchen, stellen ihren eigenen Pfeil und Bogen und einen persönlichen Glücksbringer her und stärken sich schließlich mit Cervelat und Brot an der Feuerstelle.

Sportzentrum

Sportbegeisterte können in den Ferien das Sportzentrum nutzen und so auch bei schlechtem Wetter ein Abenteuer erleben. Neben Tennis, Badminton und Klettern gibt es auch zahlreiche Fitnessgeräte, die für Personen ab 16 Jahren zur Verfügung stehen.

Downhill mit dem Trotti-Bike

Wer den Tag auf der Hannigalp abenteuerlich beenden will, mietet sich ein Trotti-Bike, um damit Downhill auf einer speziellen Strecke zurück ins Dorf zu fahren. Das Trotti-Bike ist ein Roller mit extra breiten Reifen und hydraulischen Scheibenbremsen.

Egal, ob Entspannung im Ferienhaus in Grächen oder ein Abenteuer mit den Kindern – hier ist für jeden etwas dabei. Ein Familienurlaub in Grächen ist eine tolle Erfahrung, die garantiert keiner so schnell vergisst.

 


Bildquellen:

Bild 1: SiSu-Familienpark Hannigalp © Touristische Unternehmung Grächen AG | www.fotowalter.ch
Bild 2: Märchengondel Grächen © Touristische Unternehmung Grächen AG
Bild 3: Grächner Maskottchen SiSu mit Kinder auf der Hannigalp. © Touristische Unternehmung Grächen AG



Ein Wochenende in den Alpen – so erlebst Du einen unvergesslichen Ausflug

Ein Wochenende in den Alpen – so erlebst Du einen unvergesslichen Ausflug

Egal ob in Bayern, Österreich, der Schweiz oder in Südtirol – die Alpenregion ist traumhaft schön. Allerdings heißt das nicht, dass Du hier gleich den ganzen Urlaub verbringen musst, denn auch für einen Wochenendausflug sind die Alpen bestens geeignet. Es gibt einiges zu erleben und damit Du im Voraus planen kannst, haben wir in diesem Artikel ein paar Ratschläge für Dich zusammengetragen. Wenn Du diese beherzigst, dürfte einem unvergesslichen Ausflug nichts im Weg stehen.

Eine Canyoning-Tour macht Dein Wochenende in den Alpen unvergesslich
Der Steinbock gehört zu den Big Five der Alpen und ist ein Highlight für jeden Alpenurlauber
Entspannung und Action erlebst Du bei einem Alpenurlaub am See

Probiere ein paar abenteuerliche Sportarten aus

Sport ist immer gut und in den Alpen gibt es dafür reichlich Möglichkeiten, darunter auch Aktivitäten, die mit einer Menge Adrenalin verbunden sind. Ein Beispiel für eine solche Sportarten wäre das zunehmend populäre Canyoning. Bei der auch als Schluchtenwandern bezeichneten Aktivität werde enge Gebirgsschluchten in einer Gruppe durchwandert. Das Ganze macht eine Menge Spaß und bietet Action pur. Allerdings besteht ein gewisses Risiko, weswegen es wichtig ist, die Sportart nicht auf eigene Faust auszuüben. Canyoning sollte immer in Gruppen und mit einem erfahrenen Führer erfolgen. Zudem ist hochwertige Ausrüstung ein Muss. Neben Canyoning sind die Alpen für weitere abenteuerliche Aktivitäten geeignet, darunter Rafting, Klettern und Mountainbiking.

Entdecke die kulinarische Vielfalt der Region

Die Alpenregion ist groß und es macht einen Unterschied, ob man sich beispielsweise in der Schweiz oder in Österreich befindet. Doch unabhängig davon lässt sich sagen, dass die kulinarische Vielfalt herausragend ist und Du einige der Allgäuer Spezialitäten probieren solltest. Einige in den Bergen verbreitete Gerichte wären Älplermagronen, Käse-Fondue, gebackene Forelle, Gulasch mit Knödel und Wiener Schnitzel.

Führe eine längere Wanderung durch

In der Bergregion gibt es zahlreiche schöne Wanderrouten und das ist einer der Hauptgründe dafür, dass die Alpen als Urlaubsziel geschätzt werden. Egal in welcher Region Du Dich im Spezifischen befindest, das Angebot in puncto Wanderungen ist überwältigend. Am besten wirfst Du selbst einen Blick auf einige beliebte Wanderziele und planst anhand dessen eine längere Wanderung. Vergiss jedoch nicht, ausreichend Proviant einzupacken.

Entspanne Dich in einem der schönen Badeseen

Baden ist einfach hervorragend, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen und nach allen Regeln der Kunst zu entspannen. Umso besser, dass es in den Alpen eine Vielzahl von schönen Seen gibt. Ob nun der Achensee, der Eibsee oder der Plansee – freue Dich auf ein unvergessliches Badeerlebnis.

Beobachte die beeindruckende Flora und Fauna

Naturliebhaber haben in den Alpen allen Grund zur Freude, denn die Flora und Fauna ist mehr als beeindruckend. Wer Pflanzen und Tiere beobachten möchte, ist hier definitiv an der richtigen Adresse, denn im DACH-Raum gibt es hierfür kaum eine bessere Möglichkeit. Mit etwas Glück siehst Du sogar eine seltene Art wie den Alpensalamander, den europäischen Braunbären oder einen Steinadler. Vergiss jedoch nicht, dass manche Tiere unter Umständen gefährlich sein können. Priorisiere daher immer Deine Sicherheit und stelle – falls es notwendig sein sollte – Deine Neugier hinten an. Alles in allem gibt es jedoch nicht viel, worüber Du Dir Sorgen machen musst.

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Bildquellen:

Bild 1: © Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH
Bild 2: © Tourismusverband Pitztal
Bild 3: © Tourismusverband Tannheimer Tal

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