Pollenfreier Sommerurlaub in den Alpen
Wer einmal die gesunde Hochgebirgsluft schnuppern und das reichhaltige Sport-Aktiv-Programm von Bergsteigen, Wandern, Canyoning, Mountainbiking bis ist auf dieser Seite richtig. Hier gelten Traumbedingungen für Pollenallergiker!
Bei diesen Unterkünften und Regionen genießen Sie Ihren Sommerurlaub beschwerdefrei von juckenden Augen und triefender Nase:
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Hilfe gegen Heuschnupfen
Frühling ist Heuschnupfenzeit. Jeder Fünfte reagiert allergisch auf Pollen.
Wenn Bäume, Gräser und Sträucher blühen, beginnt die Zeit der Nies-Attacken.
Birkenpollen sind besonders aggressiv. Wer dagegen allergisch ist, erlebt eine Leidenszeit von Anfang März bis in den Mai hinein. Dann blühen Eichen und Buchen, danach das Getreide auf den Feldern, und vielerlei Gräser und Kräuter streuen ihre Pollen bis in den Herbst hinein in alle Winde. Es gibt kaum ein Entkommen: Eine
einzige Blüte kann Hunderttausende Pollenkörner verstreuen. Ein paar dieser winzigen Blütenstaubteilchen genügen, um eine heftige Abwehrreaktion in Gang zu bringen.
Rund 20 Prozent aller Deutschen leiden darunter – Tendenz steigend. Allergien sind zu einer echten Volkskrankheit geworden. Heuschnupfen ist die häufigste allergische
Erkrankung. Sie beruht auf einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten bestimmter Blütenpollen. Weshalb so viele Menschen an Heuschnupfen erkranken, ist
in der Wissenschaft immer noch umstritten. Sicher ist nur, dass es eine angeborene Neigung für Allergien gibt und dass bestimmte Faktoren sie auslösen können. Umwelteinflüsse scheinen dabei eine große Rolle zu spielen. Möglicherweise sind Autoabgase ein Grund dafür, dass Stadtkinder häufiger unter Allergien leiden als Kinder, die auf dem Land leben. Außerdem steht Zigarettenrauch im Verdacht: Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, entwickeln offenbar häufiger Allergien als Nichtraucherkinder. Eine Pollenallergie kann in jedem Lebensalter zum ersten Mal auftreten, nicht nur bei Kindern und Jugendlichen. Auch wer bislang beschwerdefrei war, ist nicht dagegen gefeit. Ärzte stellen immer öfter fest, dass auch Erwachsene plötzlich eine Überempfindlichkeit auf Pollen entwickeln können. Auf die leichte Schulter sollte man den Heuschnupfen nicht nehmen, auch wenn die Symptome anfangs nur in leichter Form auftreten. Wenn ein Schnupfen »aus heiterem Himmel« ohne Erkältungssymptome auftaucht, wochenlang anhält und womöglich jedes Frühjahr zur selben Zeit wiederkehrt, ist ein Arztbesuch ratsam.
Krieg der Antikörper
Auch wenn es viele Medikamente gegen Heuschnupfen rezeptfrei in der Apotheke gibt, sollte man sich von einem Experten untersuchen lassen Aus medizinischer Sicht ist Heuschnupfen (»allergische Rhinitis «) eine Art Kurzschluss im Immunsystem. Harmlose Stoffe wie Blütenpollen oder Haselnussproteine werden vom Immunsystem irrtümlich für Feinde gehalten und wie gefährliche Viren oder Bakterien behandelt: Antikörper versuchen, die Allergie auslösenden Stoffe zu vernichten. Zugleich schütten bestimmte Schleimhautzellen das krankmachende Histamin aus. Heuschnupfen ist nicht nur lästig, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit. Problematisch wird es vor allem, wenn die Beschwerden tiefer rutschen und von der Nase auf die Bronchien übergreifen. Dann steigt die Gefahr, dass der Heuschnupfen zu allergischem Asthma führen kann. Wird es früh genug erkannt und behandelt, kann die Entstehung eines Asthmas meist verhindert werden. »Bei einer guten Zusammenarbeit von Patient und Arzt kann Heuschnupfen unter Kontrolle gebracht und das drohende Pollenasthma in vielen Fällen verhindert werden«, sagt Prof. Karl-Christian Bergmann, Allergieexperte der Berliner Charité.
Akupunktur kann helfen: Bei manchen Patienten wirken die Nadeln schon nach der ersten Behandlung. Luftverschmutzung, Abgase und Rauch tragen offenbar
dazu bei, dass Allergien immer häufiger auftreten.
Hyposensibilisierung
Welche Therapien gibt es gegen Heuschnupfen? In den Apotheken werden zahlreiche Medikamente angeboten, als Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten. Auch Kortisonsprays gehören dazu. Mit solchen Antihistaminika lassen sich die Beschwerden häufig lindern, aber bei den meisten Medikamenten treten immer wieder Nebenwirkungen auf. Außerdem lösen sie nicht die Ursache des Problems. Um einen Heuschnupfen dauerhaft loszuwerden, ist eine Hyposensibilisierung in vielen Fällen wirksam, auch spezifische Immuntherapie oder Allergieimpfung genannt. In der Praxis sieht diese Behandlung so aus, dass zunächst durch Allergietests bestimmt wird, welche Stoffe die Allergie auslösen. Dann werden dem Patienten kleinste Mengen eines Extraktes dieser Pollen unter die Haut gespritzt, in wöchentlich steigender Dosis. Nicht immer sind Spritzen nötig, es gibt auch Tropfen oder Tabletten dafür. Prinzipiell soll das Immunsystem langsam an die fremden Stoffe gewöhnt werden, die es so vehement bekämpft. Wichtig ist, dass die Therapie nicht erst im Frühling eingeleitet wird, wenn die Pollen bereits fliegen, sondern in der pollenfreien Zeit im Herbst. So kann sich der Körper allmählich an die Allergene gewöhnen. Wenn dann im Frühling der Pollenflug wieder einsetzt, ist das Immunsystem vorbereitet. Gegebenenfalls verringert der Arzt während dieser Zeit die Dosis oder unterbricht der Therapie bis zum nächsten Herbst.
Homöopathie und TCM
Die Hyposensibilisierung braucht Zeit und dauert oft mehrere Jahre. Sie ist auch nicht ohne Risiko, denn nicht immer gelingt es, das Immunsystem behutsam zu provozieren, ohne eine schädliche Abwehrreaktion auszulösen. Mit naturheilkundlichen Mitteln haben
viele Patienten gute Erfahrungen gemacht, vor allem mit Homöopathie, Eigenbluttherapie und Akupunktur. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nennt den Heuschnupfen »Bi Yuan« (bildhaft als »Nasenteich « zu übersetzen). Sie sieht im Heuschnupfen die Reaktion auf krankmachende Vorgänge in den Energiebahnen der Lunge. Akupunkteure behandeln Allergien, indem sie die entsprechende Leitbahn (Meridian) im Körper suchen und dort Nadeln setzen, um das Immunsystem wieder ins
Gleichgewicht bringen. »Ohr- und Körperakupunktur stärkt die Abwehr der Lunge«, betont die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur (www.daegfa.de). »Es gibt Patienten, die nach zwei bis drei Behandlungen keine Beschwerden mehr haben«, sagt Dr. Helmut Rüdiger vom Vorstand der DÄGfA. Die Mediziner dämpfen jedoch allzu hohe Erwartungen. Oft werde eine langfristige Besserung des Heuschnupfens nach acht bis zehn Behandlungen erreicht. »Völlig zum Verschwinden bringen kann ein Akupunkturarzt die Allergie eines Patienten nur in seltenen Fällen. Aber er kann die Symptome zuverlässig lindern und die allergische Reaktion langfristig mildern.« Im Ergebnis kann dann in vielen Fällen auf Heuschnupfen-Medikamente verzichtet werden.
Allerdings gilt Akupunktur gegen Heuschnupfen nicht als gesetzliche Leistung, die Krankenkassen dürfen die Kosten dafür nicht erstatten. Auch die Homöopathie kann das Leiden von Heuschnupfen-Patienten in vielen Fällen lindern. Homöopathische Ärzte setzen verschiedene Einzelmittel ein, die sich bei bestimmten Indikationen bewährt haben. Mit homöopathischen Mitteln gelingt es, »die Neigung zu Allergien insgesamt abzubauen «, meint Dr. Markus Wiesenauer, Autor mehrerer Bücher zu Homöopathie und Naturheilkunde. »Es gibt ein Homöopathikum, für dessen Wirksamkeit wissenschaftliche Daten sprechen«, betont der durchaus skeptische Prof. Edzard Ernst von der Abteilung für Komplementärmedizin an der Universität Exeter. Gemeint ist Galphimia glauca. Eine Reihe von verlässlichen Studien kommen nach Angaben von Prof. Ernst zu dem Ergebnis, dass dieses Mittel die Augen- und Nasen-Symptome bei Heuschnupfen deutlich reduziert. Das Mittel habe zugleich den Vorteil, äußerst arm an Nebenwirkungen zu sein. Außerdem empfiehlt er einen Extrakt aus Blättern vom Gewöhnlichen Pestwurz (Petasites hybridus). Dies sei das am besten untersuchte pflanzliche Mittel gegen Heuschnupfen. Eltern können einiges tun, um das Allergierisiko
ihrer Kinder zu verringern. Denn neben der genetischen Veranlagung gibt es einen besonders großen Risikofaktor: rauchende Eltern. Vor allem in der Schwangerschaft ist dies wichtig. Wenn Schwangere rauchen, haben ihre Kinder später viel häufiger Allergien als Kinder von nicht rauchenden Müttern. Besonderen Schutz vor Heuschnupfen bietet das Stillen. Die Säuglinge sollten nach Möglichkeit vier bis sechs Monate gestillt werden, das erhöht den natürlichen Schutz gegen Allergien.
Kreuzallergie
Bei vielen Pollen-Allergien entwickelt sich gleichzeitig eine Nahrungsmittelallergie. Wer zum Beispiel gegen Birkenpollen allergisch ist, reagiert dann auch auf Äpfel, Erdbeeren, Haselnüsse, Karotten oder Sellerie. Grund dafür ist die Ähnlichkeit der Eiweißstoffe von Pollen und einigen Lebensmitteln. Bei leichten Formen dieser »Kreuzallergie« kommt es zu Niesreiz und laufender Nase, wenn ein Birkenpollen-Allergiker Haselnüsse isst. In schlimmen Fällen kann es zu Atemnot oder Kreislaufkollaps kommen.
Tipps für den Alltag
Man kann den Blütenpollen kaum entkommen, aber einige praktische Tipps haben sich als hilfreich erwiesen.
Besonders wichtig fürs Wohlbefinden: Schlafzimmer richtig lüften und möglichst pollenfrei halten.
■ Richtig lüften: Halten Sie die Fenster in Ihrer Wohnung möglichst geschlossen und lüften Sie nur einmal täglich. Stadtbewohner sollten das morgens vor 8 Uhr tun. Wer auf dem Land wohnt, macht die Fenster abends ab 19 Uhr auf. Dann fliegen die wenigsten
Pollen.
■ Schlafzimmer schützen: Waschen Sie sich die Haare, bevor Sie schlafen gehen, und legen Sie Ihre Kleidung in einem anderen Raum ab. So halten Sie Ihr Schlafzimmer pollenfrei. Ein Pollenschutzgitter vor dem Fenster hält Pollen von außen ab.
■ Regen reinigt: Gehen Sie nach dem Regen ins Freie, dann sind besonders wenige Pollen in der Luft.
■ Pollenfrei im Urlaub: Am Meer und im Gebirge sind nur wenige Pollen unterwegs. Hier können Sie eine Auszeit von Ihrem Heuschnupfen nehmen.
Alpenurlaub bringt Erholung
Ein Urlaub in den Alpen über die Hauptpollensaison ist eine große Entlastung für das Immunsystem. Selbst ein Kurzurlaub in den Alpen kann eine wohltuende Linderung verschaffen. Es gibt in den Alpen sog. Klimainseln. Klimainseln sind durch hohe Bergketten geschützte Orte, die für Pollenallergiker optimale Erholung gewährleisten. In dieser reizarmen Höhenluft haben Pollenallergiker selbst während der Hauptblütezeit wenig Probleme. Hausstaubmilben gibt es auf dieser Höhe überhaupt nicht. Für Pollenallergiker sind Urlaubsorte in den Alpen ab 1.500 m bestens zu empfehlen. Das Geheimnis des Erholungswertes beim aktiven Bergurlaub liegt in der Mobilisierung und Ökonomisierung der Kräfte durch den menschlichen Organismus. Positive Auswirkungen auf typische Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen, Übergewicht und das Herz-Kreislaufsystem werden bei einem längeren Wanderurlaub in den Alpen in Höhenlagen von 1.500m bis 2.500m wissenschaftlich nachgewiesen.
Regelmäßige Luft-, Verkehrs- und Schadstoffmessungen belegen den Hochgebirgsorten der Alpen zum Teil sogar das Prädikat “Luftkurort”. Pollenallergiker und Erholungssuchende können in der besonders gesunden Bergluft entspannt durchatmen und sich nach Herzenslust bewegen. Unter anderem gelten in den Alpen z.B. in Galtür auf einer Höhe von 1.600m, Obergurgl (1.900m), Serfaus (1.500m), Innerkrems (1.500m), Obertauern (1.600m), St. Moritz (1.800m) oder in Alta Badia oder am Karerpass in den Dolomiten (1.600m) absolute Traumbedingungen für Pollenallergiker. Wobei auch diese Aussage unter Vorbehalt steht, denn zu gewissen Terminen werden in den Orten die Heuernten durchgeführt, so dass es dann genau in diesen Wochen auch zu extremen Staubbelastungen kommen kann.
Wo informieren über einen Alpenurlaub?
Wer einmal die gesunde Hochgebirgsluft schnuppern, ein paar Zwei-, Drei- oder Viertausender der Alpen kennenlernen möchte oder am reichhaltigen Aktiv-Programm von Bergsteigen, Wandern über Mountainbiketouren bis Paragliding teilnehmen will, kann sich unter www.alpenjoy.de über diverse Angebote und Unterkunftsmöglichkeiten informieren.













Kurz mal weg – und ab in die Alpen!

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